Gut gerüstet gegen den Noro-Virus

Es ist die Zeit der Magen-Darmerkrankungen. Eine Erkrankungsform ist dabei fast schon „berüchtigt“: der Noro-Virus. Im letzten Jahr wurden den Gesundheitsämtern in Deutschland 600.000 Fälle gemeldet. Das Ärzteteam aus dem Prosper-Hospital in Recklinghausen beantwortet Ihre Fragen:  

Wie erkenne ich eine Infektion mit dem Noro-Virus?

Der Krankheitsbeginn ist immer heftig und sehr plötzlich. Die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung beträgt  10 bis 50 Stunden und der Krankheitsbeginn ist immer plötzlich und heftig.  Rund zwei Tage kämpft der Körper mit Erbrechen gegen den Virus an. Aber: Der Patient kann bis zu sechs Tage andere Personen mit dem Noro-Virus anstecken. Es gelten somit besondere Verhaltensvorgaben, um zum Beispiel andere Familienmitglieder nicht mit dem Virus anzustecken.

Wie vermeide ich eine Ansteckung bei bereits Erkrankten?

Der Noro-Virus wird durch Tröpfchen übertragen. Besonders häufig berührte Oberflächen (Türklinken, Computertastaturen etc.) sind vom Virus „befallen“. Eine normal häusliche Hygiene reicht im Kampf gegen den Noro-Virus nicht aus: Wäsche muss bei 95° Celsius gewaschen werden, Oberflächen müssen mit einem viruswirksamen Desinfektionsmittel aus der Apotheke gehandelt werden. Der wohl wichtigste Tipp für Betroffene oder Familienangehörige ist aber: Vermeiden Sie das klassische Händeschütteln zur Begrüßung.

Ich habe mich angesteckt, was soll ich tun?

Viel trinken – dies ist wohl der wichtigste Rat, da es keine spezifische Therapie gibt. Empfehlenswert sind natürlich Tee und sogenannte Elektrolytlösungen (erhältlich in Apotheken). Wenn der Noro-Virus einen anderweitig geschwächten Menschen trifft, kann auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden. Der beste Ort für die Genesung ist aber das eigene Bett. Sollten die Beschwerden zu heftig sein, so kontaktieren Sie unbedingt telefonisch Ihren Hausarzt!